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Sport in Irland

Sport in Irland

Ob Hurling oder Fußball, Rugby oder Leichtathletik, Segeln, Reiten oder Radfahren – Irland ist eine Nation von Sportfans und Sportlern sowohl im Amateurbereich als auch im Profisport. Zu den bekanntesten Sportgrößen der Insel gehören Katie Taylor (Boxweltmeisterin und Goldmedailliengewinnerin bei den Olympischen Spielen), Rory McIlroy (Golfstar), Brian O’Driscoll (Kapitän der irischen Rugby-Mannschaft), Stephen Roche (Gewinner der Tour de France) und Sonja O’Sullivan (erfolgreiche Läuferin).

Traditional Irish Sport

Hurling, Gaelic Football und Camogie sind traditionelle Sportarten in Irland und zählen noch heute zu den Beliebtesten. Die für diese traditionellen Sportarten zuständige Dachorganisation Gaelic Athletic Association (GAA) wurde 1884 gegründet, um nationale Sportarten zu fördern und weiter zu entwickeln. Hurling, Camogie und Gaelic Football sind allesamt Amateursportarten, d.h. die Spieler werden nicht bezahlt.

Allen drei Sportarten gemeinsam ist die heftige Konkurrenz unter den Grafschaften in der Landesliga, die alljährlich im September mit den landesweiten Endspielen im Croke Park ihren Höhepunkt finden. Diese Finalspiele sind das Highlight der irischen Sportsaison; 2012 saßen fast 1,5 Millionen Iren vor den Fernsehern, um das Finale im Gaelic Football mitzuverfolgen.

Hurling wird mit einem Schläger und einem Ball gespielt und gilt als eines der ältesten Rasenspiele der Welt. Camogie ist eine Version der selben Sportart für Frauen. Jedes Team besteht aus 15 Spielern, welche den Lederball (sliotar) mit einem langen Holzschläger aus Eschenholz (camán) schlagen. Wer den Ball über die Querstange schießt, erhält einen Punkt, Treffer ins Tor zählen drei Punkte.

 Football

Gaelic Football ähnelt dem Australian Football, d.h. die Spieler dürfen den Ball mit dem Fuß spielen, aufhüpfen lassen, einige Schritte weit mittragen und ihn sich gegenseitig per Hand zuspielen. Der bei dieser Sportart eingesetzte Fußball ist rund, etwas kleiner als ein gewöhnlicher Fußball und aus Leder. Jedes Team besteht aus 15 Spielern und – wie beim Hurling – gibt es für Bälle über die Querlatte einen Punkt, für Treffer ins Tor drei Punkte.

 

 

Fußball

Fußball ist in Irland sehr beliebt bei allen Altersgruppen und wird von Kindermannschaften bis zur Kampfmannschaft gespielt. Die nationale Liga wird von der Football Association of Ireland (FAI) organisiert. In der League of Ireland spielen 19 Teams nach dem K.O.-System im sogenannten FAI-Cup, und viele irische Spieler spielen auch für britische Mannschaften. Das irische Nationalteam, welches unter dem Banner der Republik Irland spielt, hat sich drei mal für den Weltcup qualifiziert (1990, 1994, 2002) und zwei mal für die Europameisterschaften (1988, 2012). Berühmte Namen unter den irischen Fußballern sind Roy Keane, Paul McGrath, Liam Brady und Johnny Giles.

Rugby

Rugby ist eine populäre Sportart in Irland; die Wettkämpfe werden auf Provinzebene in Leinster, Munster, Connacht und Ulster ausgetragen. Jede Provinz hat auch eine eigene Profimannschaft, welche in der Nationalliga und im europaweiten Heineken Cup spielen.

Die irische Präsenz auf internationalem Niveau wird von der Irish Rugby Football Union (IRFU) gemanagt. Irland ist jedes Jahr bei den Six Nations vertreten und alle vier Jahre im Weltcup. In jüngster Zeit erreichte die irische Mannschaft das Viertelfinale im Weltcup des Jahres 2011. Im Jahr 2009 gewann die irische Mannschaft drei große Bewerbe:  RBS 6 Nations Championship, Triple Crown und den Grand Slam. Zu den Stars im irischen Rugby gehören Brian O’Driscoll sowie die Neuzugänge der International Rugby Hall of Fame Keith Wood, Willie John McBride und Mike Gibson.

Horse racing Reitsport

Die Reitsportarten Springreiten und Pferderennen sind in Irland sehr beliebt und erfreuen sich einer zahlreichen Anhängerschaft. In allen Landesteilen finden jährliche Reitsport-Festivals statt; das bekannteste sind die Galway Races, welche jeden Juli eine Woche lang die Stadt Galway in Atem halten. Auch die Pferdezucht hat in Irland einen hohen Stellenwert und zählt zu den weltbesten. Im Jahr 2011 wurden irische Pferde in 35 Länder der Erde verkauft und irische Pferdeauktionen erzielten eine stattliche Gesamtsumme von 156,5 Millionen Euro.

 Golf

Golf

 

Mit über 400 Golfplätzen bietet Irland Golffreunden aus aller Welt exzellente Möglichkeiten. Im Jahr 2006 fand der Ryder Cup in Irland statt; irische Golfgrößen wie Pádraig Harrington, Darren Clarke und Paul McGinley trugen maßgeblich zum Sieg des europäischen Teams über die Mannschaft der USA bei. Harrington setzte seine Glückssträhne weiter fort, indem er kurz hintereinander 3 „Majors“ gewann: das British Open im Juli 2007 und 2008 sowie das US PGA-Championship im Jahr 2008. Ein weiterer Ire, Shane Lowry, gewann im Oktober 2012 das Portugal Masters.

2010 und 2011 waren unvergessliche Jahre für einige Golfer aus Nordirland: Graeme McDowell, Rory McIlroy und Darren Clarke gewannen drei große Wettbewerbe — das US Masters 2010, das US Open 2011 und das British Open 2011.   

Im September 2011 war Irland Gastgeber der alle zwei Jahre stattfindenden Solheim-Cup-Meisterschaften für weibliche Golfprofis, welche im Killeen Castle Golf Resort, County Meath abgehalten wurden.

Olympische und Paralympische Spiele

Bei den Londoner Olymplischen Spielen im Sommer 2012 gewann Irland fünf Medaillien und erreichte damit den 41. Platz auf der Medaillienliste. Vier der fünf Medaillien für die irische Olympia-Mannschaft gingen an Boxer, darunter eine Goldmedaillie für Katie Taylor; die fünfte Medaillie war eine Bronzemedaille für den Springreiter Cian O’Connor. Die irische Paralympia-Mannschaft konnte bei ihrer Rückkehr aus London eine Rekordzahl von 16 Medaillen vorweisen, davon 8 Goldmedaillen. Der Weltmeister im Sprint Jason Smyth und Weltmeister über mittlere Distanzen Michael McKillop konnten beide ihre Titel erfolgreich verteidigen und gewannen beide olympisches Gold.

Irland hat in der Vergangenheit selbst prestigeträchtige Sport-Events abgehalten, so etwa die Special Olympics im Juni 2003. Dies war die größte jemals in Irland stattfindende Sportveranstaltung mit über 7.000 teilnehmenden Sportlern und Sportlerinnen aus 160 Ländern.