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Große EU-Initiative soll Nachfrage an IKT-Kenntnissen abdecken und Arbeitslosigkeit senken

04.03.2013, 13:09 GMT


Massive Anstrengungen sind derzeit im Gange um sicherzustellen, dass junge Arbeitssuchende und bestehende Arbeitsangebote besser aufeinander abgestimmt werden; eine große europäische Inititiative soll nun helfen, die bis 2015 erwarteten 900.000 Arbeitsplätze im IKT-Bereich zu besetzen, sagt der irische Minister für Arbeitsplätze, Unternehmen und Innovation Richard Bruton.

Teil der neuen Initiative sind Ausblidungsmaßnahmen und „Skills Matching“ in Zusammenarbeit mit führenden IKT-Unternehmen in Europa, ein gemeinsames EU-Zertifizierungssystem für IKT-Kenntnisse sowie die Einrichtung und Finanzierung von Unterstützungsdiensten, die IKT-Beschäftigten helfen, in andere Regionen der EU abzuwandern, in denen ein hoher Bedarf an ihrer Qualifikation besteht.

Der Minister erläuterte diese Pläne im Rahmen eines Treffens mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und einer Reihe von EU-Kommissaren, führenden europäischen Arbeitgebern im IKT-Bereich, IKT-Ausbildungsstätten, öffentliche Arbeitsverwaltungen und anderer Stakeholder zum Start einer neue großen IKT-Initiative. Die Inititave soll helfen die Ausbildung im IKT-Bereich zu verbessern und stärker auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarketes zuzuschneiden und so IKT-Arbeitskräfte, junge Arbeitssuchende und Arbeitslose in der EU unterstützen.

Wir können es uns nicht leisten, dass der europäische Arbeitsmarkt auf diese Weise ins Hintertreffen gerät und wir Chancen auf Arbeitsplätze an andere Regionen der Welt abgeben. Es ist Zeit zu handeln.

Bis zum Jahr 2015 werden in der EU bis zu 900.000 Arbeitspoätze im IKT-Bereich unbesetzt sein; daher müssen heute Aktionen gesetzt werden, damit Europas Unternehmen, junge Arbeitssuchende und Arbeitslose nicht um ihre Chancen gebracht werden, die sich durch den Bedarf an IKT-Kräften ergeben.

Als Vorsitzender im Rat der Beschäftigungsminister in der EU war Minister Bruton beim Startschuss für diese neue EU-Initiative anwesend. Weitere Anwesende waren EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, Vizepräsidentin der Kommission und Zuständige für die Digitale Agenda Neelie Kroes, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration László Andor und EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend Androulla Vassiliou. Von Seiten der führenden Arbeitgeber in der EU im IKT-Sektor waren Vertreter der Firmen Google, Microsoft, HP, SAP und Cisco Systems vor Ort.  

Die Große Koalition für Digitale Arbeitsplätze ist eine neue EU-Initiative, die zu einer verbesserten Abstimmung zwischen Arbeitssuchenden bzw. Menschen in Ausbildung in Europa und der riesigen Anzahl von IKT-Arbeitsstellen in der EU führen soll. Die Initiative läuft derzeit von 2013-2015 und enthält die folgenden Maßnahmen:

  • Einführung eines Europäischen Zertifikationssystems für IKT-Kenntnisse zur Erleichterung der Mobilität von IKT-Fachkräften in der EU
  • Verbesserung von IKT-Ausbildung und Ausrichtung auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes, inkl. Selbstverpflichtung der größten IKT-Arbeitgeber in Europa zum Ausbau ihrer Trainiungsprogramme und Verbreitung ihrer Trainingsinhalte
  • Einrichtung und Finanzierung von Unterstützungsdiensten, die IKT-Beschäftigten helfen, in andere Regionen der EU abzuwandern, in denen ein hoher Bedarf an ihrer Qualifikation besteht
  • Entwicklung einer Reihe von Kampagnen zur Information von europäischen Studierenden und jungen Fachkräften über die Palette an IKT-Jobs und Karrieremöglichkeiten, die ihnen offen stehen
  • Einrichtung einer einzigen Anlaufstelle für Webunternehmer. Startup Europe enthält alle verfügbaren Support Tools und Programme zur Unterstützung junger Menschen, die eine Online-Unternehmen gründen oder vergrößern wollen.  

Im Februar leitete Minister Bruton einen speziellen Workshop im Rahmen des informellen Ratstreffens der EU-Arbeitsminister in Dublin über das Beschäftigungspotenzial des IKT-Sektors in Europa. Die Ergebnisse aus dem Workshop flossen in die Vorbereitungen der Initiative zur Großen Koalition ein. Bei der Dubliner Veranstaltung waren sich die EU-Minister einige, dass die Gewährleistung von ausreichenden IKT-Kenntnissen ein essentieller Faktor für die Schaffung von Arbeitsplätzen in der EU sein wird. Sie wurden auch über die in Irland gesetzten Maßnahmen im Rahmen des IKT-Aktionsplans informiert, der die Förderung von IKT-Kenntnissen beinhaltet.

Minister Bruton sagte:

"Die Große Koalition für Digitale Arbeitsplätze ist eine überaus wichtige Initiative für die Schaffung von Arbeitsplätzen und das Wirtschaftswachstum. Parallel zu unseren nationalen Prioritäten ist die Schaffung von Arbeitplätzen auch eine der wichtigsten Prioritäten des irischen Ratsvorsitzes auf EU-Ebene."

"Der IKT-Sektor ist einer der wichtigsten Motoren für das Wirtschaftswachstum und eine bessere Nutzung von IKT-Potenzialen ist essenziell für die Verbesserung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Arbeitplätze. Selbst während der Wirtschaftskrise sind die Zahlen der im IKT-Sektor Beschäftigten stetig um 3% pro Jahr gestiegen. Die starke Nachfrage wird weiterhin erhalten bleiben und nach den letzten Daten zu urteilen können wir erwarten, dass es in der EU im Jahr 2015 bis zu 900.000 unbesetzte Stellen im IKT-Sektor in der EU geben wird."

"Im Gegensatz dazu ist die Anzahl der Studienabgänger im IKT-Bereich in Europa vono 127.000 im Jahr 2006 auf 114.000 im Jahr 2010 gefallen. Wir können es uns nicht leisten, dass der europäische Arbeitsmarkt auf diese Weise ins Hintertreffen gerät und wir Chancen auf Arbetisplätze an andere Regionen der Welt abgeben. Es ist Zeit zu handeln."

"Die Große Koalition für Digitale Arbeitsplätze” ist genau das, was wir jetzt brauchen. Die Initiative stellt sicher, dass Europa mit den führenden IKT-Unternehmen zusammenarbeitet, um gemeinsam Bildung, berufliche Ausbildung und Umschulungen zu verbessern. Was besonders wichtig ist, die Initiative wird gemeinsam von vier EU-Kommissaren und den führenden Arbeitgebern im europäischen IKT-Sektor, wie Google, Microsoft, HP, SAP und Cisco Systems vorangetrieben. Sie hat klare Ziele und Erfolgsindikatoren, die meßbar und überprüfbar sind, ein wichtiges Element, damit die Initiative reale Ergebnisse bringt."

"Während IKT-Berufe mit hohen Qualifikationsanforderungen selbstverständlich ein spezifisches Studium voraussetzen, ist es für viele andere IKT-Berufe möglich, nur kurze, maßgeschneiderte Kurse zu absolvieren, die gemeinsam mit Praktika zur Weiterbildung und Umschulung von Arbeitssuchenden dienen können, besonders von Menschen, die bereits Erfahrungen im technischen oder wissenschaftlichen Bereich haben. IKT ist demnach eine vielversprechende Möglichkeit für Menschen, die arbeitslos werden."

"Wir haben das Arbeitsprogramm der Großen Koalition bereits studiert und Inspiration daraus gewonnen für eine Reihe von Maßnahmen, vom Zuschnitt auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes, Training, innovatives Lernen, Einsatz des Europäischen Rahmens für eKompetenzen oder Bewerbung von IKT-Karrieren für junge Menschen. In Irland zeigt die Große Koalition schon jetzt Wirkung."

 "Wir werden die Koalition in unserer Funktion als EU-Ratsvorsitz und als interessierter Mitgliedstaat unterstützen und wünschen allen Koalitionspartnern viel Erfolg bei dieser überaus wichtigen Initiative."

ENDE

Hintergrund

Während des irischen EU-Ratsvorsitzes ist Minister Bruton für den Vorsitz oder Co-Vorsitz von drei Räten zuständig: Handel, Wettbewerb und EPSCO.

Der Minister ist auch Gastgeber bei drei informellen Ministertreffen, die in der Zeit des Ratsvorsitzes in Dublin stattfinden. Das EPSCO-Informal im Februar war das erste Treffen; das informelle Treffen der Handelsminister wird am 17. und 18. April stattfinden, das informelle COMPET-Treffen vom 1. bis 3. Mai.

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