Skip to main content
epsco

Treffen der EU-Gesundheitsminister in Dublin: Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf EU-Gesundheitssysteme

05.03.2013, 14:40 GMT


Auf der umfangreichen Tagesordnung des informellen Ministertreffens der EU-Gesundheitsminister in Dublin standen ebenso Fettleibigkeit im Kindesalter, rauchfreie Umwelt und Kinder mit Entwicklungsproblematiken.

Das im Rahmen des irischen EU-Ratsvorsitzes stattfindende Treffen der EU-Gesundheitsminister unter Vorsitz des irischen Gesundheitsministers James Reilly kam heute in Dublin zu einem erfolgreichen Abschluss.

Der Minister und seine europäischen Amtskollegen haben sich mit einer Reihe wichtiger Themen im Gesundheitsbereich befasst. Ein wichtiges Thema auf der Tagesordnung waren die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Gesundheitssysteme in der gesamten EU sowie Fettleibigkeit im Kindesalter, Fortschritte in der Erreichung einer rauchfreien Umwelt und Kinder mit Entwicklungsproblematiken.

Es herrschte ein breiter Konsens unter den Ministern, dass Fettleibigkeit im Kindesalter eine wesentliche Problematik im Gesundheitsbereich darstellt und einen multi-sektoralen Ansatz erfordert. Der Minister war sehr erfreut über die positive Reaktion der Europäischen Kommission auf den vom Ratsvorsitz geforderten Aktionsplan zur Fettleibigkeit im Kindesalter. Die Arbeit daran wird von der hochrangigen Gruppe für Ernährung und Bewegung fortgeführt. Dies wird durch die Erhöhung der Produktivität und des Wirtschaftswachstums sowie durch die Reduzierung von chronischen Krankheiten zur Entlastung der EU-Gesundheitssysteme und damit zur Erreichung  der Ziele im Rahmen der Europa 2020 Strategie beitragen. Der Minister sagte: “Die Initiative spiegelt die Wichtigkeit wider, die ich und meine Amtskollegen dem Thema der Fettleibigkeit im Kindesalter beimessen, da diese kurz- und langfristige Auswirkungen sowohl auf das Leben der betroffenen BürgerInnen als auch auf sozio-öknomischer Ebene haben.“

Minister Reilly: Meine EU-AmtskollegInnen drückten ihre tiefste Besorgnis über die negativen Folgen der wirtschaftlichen Herausforderungen auf den Gesundheitssektor aus. Wir alle unternehmen ähnliche Anstrengungen, um der wachsenden Nachfrage nach Gesundheitspflege mit begrenzten Ressourcen nachzukommen.

Minister Reilly bestätigte, dass die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Gesundheitssektor in der gesamten EU spürbar sind. “In Irland versuchen wir die Kosten der Dienstleistungen gering zu halten, nicht die Anzahl der Dienstleistungen selbst; dies geschieht durch eine Reihe von Maßnahmen wie Strukturreformen und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung.“ Bei einem Arbeitsessen zur Mittagsstunde fand ein reger Erfahrungsaustausch zwischen den Ministern statt, bei dem Best Practices zur Geringhaltung der Kosten und Steigerung der Effizienz besprochen wurden ohne dadurch Einbußen bei der Qualität der Gesundheitsleistungen zu erleiden.

Der Minister fügte hinzu: “Meine EU-AmtskollegInnen drückten ihre tiefste Besorgnis über die negativen Folgen der wirtschaftlichen Herausforderungen auf den Gesundheitssektor aus. Wir alle unternehmen ähnliche Anstrengungen, um der wachsenden Nachfrage nach Gesundheitspflege mit begrenzten Ressourcen nachzukommen. Evidenzbasierte Politikgestaltung und evidenzbasierte Gesundheitspflege kamen immer wieder zur Sprache.“ Minister Reilly schlug vor, dass dieses Thema weiterhin auf der Tagesordnung künftiger Treffen der EU-Gesundheitsminister und der hochrangigen Arbeitsgruppe bleibt.

“Bei dem Treffen waren wir uns einig, dass Gesundheit als Wert anerkannt werden muss. Ich werde in Kürze Irlands Strategie zur körperlichen und mentalen Gesundheit vorstellen, die Gesundheit ins Zentrum der nationalen Agenda rückt. Viele meiner europäischen Amtskollegen ergreifen ähnliche Initiativen aufgrund der Erkenntnis, dass die Bereitstellung guter Gesundheitspflege nicht das alleinige Mittel für Gesundheit ist, sondern das ein Lebenszyklusansatz erforderlich ist.“

Bei dem Treffen diskutierten die Minister ebenso über die Fortschritte bei der Erreichung einer rauchfreien Umwelt. Obwohl Irland das erste Land in der EU war, das ein gesetzliches Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden eingeführt hat, sagte der irische Gesundheitsminister: “Unsere Arbeit in dem Bereich ist noch nicht getan – sowohl auf nationaler Ebene als auch auf EU-Ebene müssen wir weiterhin an der Förderung der rauchfreien Umwelt arbeiten. Rauchen ist kein Muss – Atmen schon. Ich gratuliere dem EU-Kommissar zur Veröffentlichung der Vorschläge für eine neue Tabakrichtlinie. Es ist von äußerster Wichtigkeit, dass wir diese wichtige Gesetzgebung so schnell wie möglich vorantreiben.“

Die Kommission präsentierte einen Fortschrittsbericht über die Umsetzung der Empfehlungen des Rates zur Patientensicherheit, inklusive therapieassoziierte Infektionen. Erhebliche Fortschritte wurden bereits erzielt, aber es ist noch viel zu tun in diesem Bereich und die Minister besprachen prioritäre Handlungsbereiche in der Gesundheitspolitik. Es fand ebenso ein Erfahrungsaustausch im Bereich Dienstleistungen für Kinder mit Entwicklungsproblematiken, insbesondere Autismus statt.

Abschließend sagte Minister Reilly: “Die Tagung war sehr erfolgreich und wir führten fruchtbare Gespräche zu einer Reihe wichtiger Themen im Gesundheitsbereich. Trotz der Wirtschaftskrise konnten wir viele positive Beispiele von Reformen und anderen Serviceverbesserungen teilen. Wir waren uns einig, dass durch eine gemeinsame Vorgehensweise in Bereichen wie Fettleibikeit und Rauchen positive Ergebnisse auf EU-Ebene erzielt werden können.“

Ähnliche Veranstaltungen

04.03.2013 - 05.03.2013

Informelles Treffen der Gesundheitsminister

epsco

Alle ähnlichen Veranstaltungen anzeigen >

eu2013ie

02.07.2013, 10:29 eu2013ie Taoiseach Enda Kenny presents results of the Irish Presidency #eu2013ie in address to the European Parliament #EU eu2013.ie/news/news-item…

02.07.2013, 10:14 eu2013ie RT @IrelandRepBru Taoiseach: "Our shared identity exists beyond the realm of mere economics or currency or money." #eu2013ie #EU

02.07.2013, 10:10 eu2013ie RT @IrelandRepBru Taoiseach: "#MFF is the single, biggest investment tool we have at our disposal. We need to come together and use it forthwith." #eu2013ie

02.07.2013, 10:08 eu2013ie RT @IrelandRepBru Taoiseach: "By listening actively I believe we managed to address the main issues of concern identified by EP raised in March." #eu2013ie

02.07.2013, 10:08 eu2013ie RT @IrelandRepBru Taoiseach: "The result identifies best way to ensure that almost €1trillion for #MFF is released as soon as possible into real economy."

Kontakte

picture of Alan Baker, Pressesprecher

Alan Baker, Pressesprecher

T:

M:

E:

Ähnliche Nachrichten


Alle ähnlichen Nachrichten anzeigen ›