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Gendergerechtigkeit am Arbeitsplatz im Herzen der Ziele der EU für Wirtschaftswachstum

29.04.2013, 15:42 GMT


Die irische Ministerin für Gendergerechtigkeit Kathleen Lynch richtet heute und morgen (29./30. April) die Konferenz “Der Beitrag von Frauen zum Wirtschaftswachstum und die Europa 2020 Agenda“ in Dublin Castle aus. Redner bei der Konferenz wiesen Delegierte darauf hin, wie wichtig es sei, dass die Mitgliedsstaaten Barrieren für Frauen am Arbeitsmarkt sowie Barrieren für Wirtschaftswachstum abbauen.

Diese von der Europäischen Union unterstützte Veranstaltung, die im Rahmen des irischen EU-Ratsvorsitzes das Aushängeschild für Gendergleichberechtigung ist, vereint 200 Experten aus ganz Europa – politische Entscheidungsträger, RegierungsbeamtInnen, Geschäftsleute, Unternehmer, Fachleute aus dem Bereich Beschäftigung und Gleichberechtigung – um Frauen zu ermuntern, am Arbeitsmarkt zu bleiben oder auf den Arbeitsmarkt zurückzukehren.

Der irische Minister für Justiz und Gleichberechtigung Alan Shatter sprach in seiner Eröffnungsrede von einer “Win-Win-Situation”, die daraus entstehen könnte, dass Frauen nicht nur Arbeitsplätze haben, sondern “bessere Arbeitsplätze“. Er wies darauf hin, dass die weitere Einbindung europäischer Frauen in den Arbeitsmarkt sehr positive Auswirkungen auf die Ankurbelung des Wirtschaftswachstums hat und gleichzeitig zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit von Frauen beiträgt.

Der Informations- und Kommunikationstechnologiesektor (IKT)  wurde vom irischen Minister für Arbeitsplätze, Unternehmen und Innovation Richard Bruton in diesem Zusammenhang besonders hervorgehoben. Derzeit machen Frauen nur 30% der IKT-Arbeitskräfte in Europa aus. IKT ist ein rasch wachsender Wirtschaftssektor, der jedes Jahr ungefähr 120.000 neue Arbeitsplätze in ganz Europa schafft. Minister Bruton betonte die dringende Notwendigkeit, neue Möglichkeiten zu finden, Mädchen für eine Karriere im IKT-Sektor zu ermutigen und ihnen die Möglichkeiten in dem Bereich aufzuzeigen.

Ministerin Lynch und der EU-Kommissar für Beschäftigung László Andor gingen weiter auf diese Themen ein. Sie betonten die Wichtigkeit, die weibliche Teilnahme am Arbeitsmarkt zu erhöhen und unterstrichen die Notwendigkeit, das Potenzial der gut ausgebildeten weiblichen EU-Bevölkerung zu nutzen, um die Kernziele für Beschäftigung im Rahmen der Europa 2020-Strategie zu erreichen.

Der Eröffnungstag der Konferenz widmete sich dem wirtschaftlichen Hintergrund dieses Themas. Die OECD berichtete hierzu über ihre kürzlich veröffentliche bahnbrechende Analyse mit dem Titel “Überbrückung der Genderkluft“.

Bei der Konferenz wurden ebenso die Herausforderungen der vollständigen Einbindung von Frauen erörtert. Dr. Willem Adema von der OECD kommentierte, dass Frauen benachteiligt werden durch unbezahlte Pflege- und Betreuungsarbeit, die ihre Teilnahme am Arbeitsmarkt und an unternehmerischer Tätigkeit eingrenzt und in manchen Fällen verhindert. Er setzte sich dafür ein, dass “die Mitgliedsstaaten einen gendergerechteren Einsatz von flexiblen Arbeitszeiten und Elternurlaub für Väter und Mütter fördern sollen, um eine bessere Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zu ermöglichen.“

Dr. Daniela Bankier, Leiterin der Abteilung Gendergerechtigkeit in der Europäischen Kommission sagte, dass Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen ein Grundrecht sei und als gemeinsames Prinzip der Europäischen Union ein Schlüsselelement für eine nachhaltige, intelligente und sozialverträgliche Wirtschaft sei. Sie sagte: “Der Anteil von Frauen am Arbeitsmarkt ist im Steigen begriffen. Es bestehen weiterhin enorme Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Arbeit und Familienleben sowie bei der ausgewogenen Vertretung von Frauen und Männern in Führungspositionen. Frauen müssen die Chance erhalten, zur Gänze am Arbeitsmarkt teilzunehmen und ihr volles Potenzial auszuschöpfen.“

Ihre Amtskollegin aus der Generaldirektion Beschäftigung der Kommission Wallis Goelen nannte eine Reihe wirtschaftlicher Nachteile sowohl auf nationaler als auch auf persönlicher Ebene und wies darauf hin, dass der Wechsel von Nichterwerbstätigkeit zu Beschäftigung oder eine Gehaltserhöhung bei Frauen mit einer Erhöhung der Steuersätze einhergehen kann, was sich negativ auf die Teilnahme von Frauen am Arbeitsmarkt auswirken kann. Ein weiterer wirtschaftlicher Nachteil kann sich aus den Kosten für Kinderpflege ergeben. Die EU-Organe empfehlen, dass die Mitgliedsstaaten diesen Nachteilen entgegenwirken, um sicherzustellen, dass die gut ausgebildetete weibliche Bevölkerung der EU ihre persönliche wirtschaftliche Unabhängigkeit und ihren potenziellen Beitrag zum Wirtschaftswachstum in der EU gewährleisten kann.

ENDE

Hinweise für Redakteure

Weitere Informationen über die Konferenz finden Sie auf unserer Event-Seite.

 

Europa 2020

Europe 2020 ist die 10-Jahres-Wachstumsstrategie der Europäischen Union. Sie basiert auf der Grundlage der Schaffung der Bedingungen für ein intelligenteres, nachhaltigeres und sozialverträglicheres Wachstum.

Um dies greifbarer zu machen, wurden fünf Schlüsselziele für die EU formuliert, die bis Ende des Jahrzehnts erreicht werden sollen. Diese beziehen sich auf die Bereiche Beschäftigung, Ausbildung, Forschung und Innovation, soziale Eingliederung/Armutsbekämpfung und Klima/Energie.


Die fünf Ziele sind:

  1. Sicherstellung einer Beschäftigungsrate von 75% bei den 20 bis 64-Jährigen
  2. Investition von 3% des BIP der EU in Forschung und Entwicklung
  3. Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 20% oder sogar 30% im Vergleich zu den Werten aus dem Jahr 1990; 20% Energiegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen und Erhöhung unserer Energieeffizienz um 20%
  4. Senkung der frühzeitigen Schulabgänge auf unter 10% und mindestens 40% der 30 bis 34-Jährigen mit einer abgeschlossenen Universitätsausbildung
  5. Sicherstellung, dass mindestens 20 Millionen Menschen weniger dem Risiko der Armut oder sozialen Ausgrenzung ausgesetzt sind

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