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Irischer EU-Ratsvorsitz strebt Fortschritte in zentralen Bereichen Forschung und Innovation an

30.05.2013, 07:00 GMT


Gastkommentar des irischen Ministers für Forschung und Innovation Seán Sherlock

Die Prioritäten des irischen EU-Ratsvorsitzes im Bereich Forschung und Innovation sind es, eine politische Einigung über das Programm Horizont 2020, das nächste Rahmenprogramm für europäische Forschung ab 2014, zu erzielen sowie praktische Fortschritte in Richtung Umsetzung des Europäischen Forschungsraumes zu gewährleisten.

Wir haben hart gearbeitet, um gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten, der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament eine endgültige Einigung über Horizont 2020 zu erreichen und werden diese Arbeit bis Ende Juni aktiv vorantreiben.

Die vielen unterschiedlichen Interessen zu einem gemeinsamen Standpunkt zu vereinigen ist ein überaus komplexer Prozess. Ich begrüße in jedem Fall das gemeinsame Engagement aller Parteien für ein Vorankommen in diesen Verhandlungen.  Es ist überaus wichtig, dass wir die Interessen der Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union effizient und effektiv vertreten. Und es ist deshalb auch essentiell, dass wir so rasch wie möglich voranschreiten, um sicherzustellen, dass genug Zeit bleibt, die nötigen Gesetzgebungsverfahren zur Umsetzung von Horizont 2020 ab Beginn 2014 in Kraft zu setzen. Ein wichtiges Merkmal oder noch besser gesagt eine wichtige Innovation von Horizont 2020 ist, das wesentliche gesellschaftliche Herausforderungen angegangen werden – wichtige Bedenken, die die BürgerInnen Europas und darüberhinaus miteinander teilen.

Wenn wir uns auf die Herausforderung als Ganzes konzentrieren, müssen wir Resourcen und Know-How aus verschiedensten Bereichen und Disziplinen zusammenbringen, unter anderem auch aus Human- und Geisteswissenschaften, um Probleme wie den Klimawandel, die Entwicklung nachhaltiger Transport- und Mobilitätsnetze, leistbare erneuerbare Energie und Nahrungssicherheit zu lösen und eine gute Zukunft für unsere alternden Bevölkerungen sicherzustellen.

Forschungsaktivitäten in diesen Bereichen bieten enorme Chancen für Bürger, Forschende und Unternehmen in Europa. Das Finanzvolumen des Programms Horizont 2020 allein, immerhin etwa 70 Milliarden Euro, ist Beleg für die Bedeutung, die der steten Investition in die wissenschaftliche Expertise Europas beigemessen wird.

Der irische Ratsvorsitz hat sich auch aktiv für Maßnahmen zur Förderung des Europäischen Forschungsraumes eingesetzt. Europa braucht solch einen einheitlichen Forschungsraum, um Talente und Investitionen anzuziehen. Noch bestehende Lücken müssen daher rasch geschlossen werden, um einen echten Binnenmarkt des Wissens, der Forschung und der Innovation zu kreieren.

Wir sind bemüht, echte Fortschritte auf dem Weg in Richtung der durch den Europäischen Rat im Februar 2011 gesetzten Ziele zu erreichen und den Europäischen Forschungsraum bis 2014 Realität werden zu lassen.  

Als Ratsvorsitz haben wir im Februar eine politische Debatte im Rat "Wettbewerbsfährigkeit" geführt, um festzustellen, wie der Zugang zu wissenschaftlicher Information erleichtert werden kann. Wir werden den Meinungsaustausch mit dem Parlament nun fortsetzen, um die politische Planung der Offenheit von Forschungsleistungen und deren Umsetzung in der Europäischen Union voranzutreiben, nicht zuletzt auch im Kontext des Programms Horizont 2020.

Wir haben auch detailliert betrachtet, wie wir sicherstellen können, dass die öffentlichen Investitionen in Forschung und Innovation in ganz Europa besser koordiniert werden und gemeinsame Programme eingerichtet werden können. Zu diesem Thema haben wir auch eine Konferenz zu gemeinsamen Forschungsprogrammen ausgerichtet, in der bisherige Erfahrungen und zukünftige Wege diskutiert wurden.

Aufbauend auf diesen Diskussionen werde ich im COMPET-Rat im Mai einen politischen Diskurs über gemeinsame Forschungsvorhaben leiten.  

Eine Verbesserung und stärkere Zielausrichtung internationaler Kooperationen im Bereich Forschung und Innovation ist unabdingbar; sie muss den Europäischen Forschungsraum als Querschnittthema begleiten und in ihn integriert werden.

Wir werden im Rat “Wettbewerbsfähigkeit” Schlussfolgerungen des Rates vorschlagen, die eine Annahme der neuen Strategie für die Entwicklung von internationalen Forschungs- und Entwicklungskooperationen vorsehen, wie diese in der Mitteilung der Kommission zum Gemeinsamen Forschungsraum und der Mitteilung über die Verbesserung und Fokussierung internationaler Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit festgehalten sind.

Wir haben auch eine wichtige Konferenz über die Förderung eines offenen Arbeitsmarktes für Forschende abgehalten. Eines der Hauptziele des Europäischen Forschungsraumes ist es, Europa attraktiver für Forschende zu machen und ihnen bessere Karrierechancen zu eröffnen.

Die Konferenz für Mobilität von Forschenden und Karrieren bot die Möglichkeit, den Fortschritt im Bezug auf diese Ziele zu erörtern und festzustellen, wie durch die Zusammenarbeit von Forschenden und politisch Verantwortlichen weitere Fortschritte erzielt werden können. In interaktiven Workshops und Diskussionsrunden entwickelten die Delegierten praktische Initiativen, um zu helfen, die altbekannten Mobilitätsbarrieren in Europa zu beseitigen (zwischen Ländern und/oder Beschäftigungszweigen) und Karrierechancen für Forschende zu verbessern.

Im Juni wird der Ratsvorsitz drei große Forschungskonferenzen ausrichten. Die Konferenz zur Woche der Innovativen Regionen in Europa wird vom 5. bis 7. Juni in Cork, Irland stattfinden. Die WIRE-Konferenz ist heute anerkannt als zentrales Element in der Implementierung der Europäischen Regionalagenda.

EuroSME 2013 am 11. und 12. Juni in Dublin wird Hunderte Unternehmer, politisch Verantwortliche, KMU und Fördereinrichtungen aus dem privaten und öffentlichen Bereich und andere Vermittlungsagenturen zusammenbringen, um gemeinsam Energie und Ideen in die Verbesserung des europäischen Ökosystems für innovative Unternehmen zu stecken. Anläßlich der Konferenz werden auch KMU-spezifische Maßnahmen innerhalb des Programms Horizont 2020 besprochen.

Das EuroNanoForum 2013 Nanotechnologie-Innovation: Von Forschung zur Kommerzialisierung – die Brücke zur Horizont 2020 Konferenz wird in Dublin zwischen 18. und 20. Juni stattfinden. Diese Konferenz konzentriert sich vor allem auf die Kommerzialisierung von Nanotechnologie, ihr Potenzial für neue Anwendungen und den Schritt von einer "enabling technology" bis zu einer Technologie für Endprodukte. Mit Beginn des Programms Horizont 2020 im Jahr 2014, wird die Konferenz genutzt werden, um zu untersuchen, wie Nanotechnologien in diese neue Struktur passen, insbesondere die prioritären Bereiche Forschungsexzellenz, industrielle Führerschaft und gesellschaftliche Herausfolgerungen.  

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Im Rahmen des irischen EU-Ratsvorsitzes führt der irische Minister für Forschung und Innovation Seán Sherlock den Vorsitz über die Tagung der Forschungsminister im Rat “Wettbewerbsfähigkeit”.

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